[Wissen] was schmeckt

Kurz und knackig geballtes Wissen rund um das Thema Fleisch: verständlich, überraschend und leicht verdaulich. Für alle, die mitreden, weiterdenken und mitdiskutieren wollen…

Neu diese Woche

Regelmäßig neue Wissensartikel

Kraftpaket

Das unterschätzte Kraftpaket
Leberwurst gilt für viele als Oma-Essen. Dabei ist sie oft nährstoffreicher, als viele denken. Leber landet in wissenschaftlichen Nährstoffdichte-Vergleichen regelmäßig weit vorn. Das Organ ist im Vergleich zu anderen Fleischteilen besonders reich an Eisen, Vitamin A, B12, Folat und Zink. Leberwurst oder Leberpâté können davon einen Teil in den Alltag übersetzen. In Studien wird sogar untersucht, ob Leberprodukte zur Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen beitragen können. Ein Blick auf die wichtigsten Fakten zur Nährstoffdichte von Leber und natürlich Ideen für eine genussvolle Zubereitung.

Proteinbedarf im Alter

Muskelkraft im Alter
Ab einem Alter von 50 Jahren verliert der Körper jedes Jahr Muskelmasse. Ernährung spielt dabei eine zentrale Rolle, und rotes Fleisch kann laut wissenschaftlicher Forschung zu einer relevanten Quelle gehören, um diesen Prozess zu verlangsamen. Ältere Menschen brauchen häufig nicht weniger Protein als jüngere, sondern oft sogar mehr. Gleichzeitig sinkt der Appetit und große Portionen werden unbequem. Wenn der Appetit kleiner wird, zählen proteinreiche Lebensmittel, die schon in kleinen Portionen viel beitragen. Mageres Fleisch kann dabei eine praktische Proteinquelle sein, das legen Forschungen nahe. Nicht als Allheilmittel, sondern als ein Baustein einer ausgewogenen Ernährung im Alter.

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Wir möchten über Themen sprechen, die dir wichtig sind.

Upcycling-Profis auf vier Beinen

Wie Schweine Teil einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft sein können
Schweine sind die heimlichen Helden der Resteverwertung. Ob Biertreber aus der Brauerei, Pressreste aus der Olivenöl-Herstellung oder übrig gebliebenes Fruchtfleisch vom Saftmachen: Was für uns Menschen ungenießbar ist, verwandelt das Schwein in hochwertiges Protein. Statt im Abfall zu landen, werden diese Nebenprodukte im Schweinetrog zur wertvollen Ressource. Wissenschaftliche Modellierungen deuten darauf hin, dass in altbackenem Brot, Pasta-Resten oder sogar Bruchkeksen ein riesiges Potenzial für eine nachhaltigere Ernährung der Zukunft steckt.
Illustration von zwei Personen beim gemeinsamen Kochen. Während eine Person Gemüse zubereitet, schneidet die andere Fleisch auf einem Schneidebrett. Die Darstellung symbolisiert Ernährungsvielfalt, gemeinsames Kochen und die freie Wahl unterschiedlicher Lebensmittel.

Das Gulasch-Geheimnis der ungarischen Küche

Warum Gulyás eigentlich etwas ganz anderes ist, als Du denkst
Das größte Missverständnis über ungarische Fleischgerichte beginnt schon mit dem Namen. Wenn Deutsche „Gulasch" sagen, meinen sie meist etwas ganz anderes, als Ungarn damit bezeichnen. Gulyás ist nämlich keine Eintopf sondern eher eine dünne Suppe. „Gulyás" bedeutet soviel wie „Rinderhirte" und war das Essen der Hirten großer Herden in der ungarischen Puszta. Dort wurde Gulyás ursprünglich in einem Kessel über offenem Feuer zubereitet. „Pörkölt“ ist hingegen das, was Deutsche meinen, wenn sie „Gulasch" sagen. Diese Spezialität ist eher dickflüssig, konzentriert, voller Rindfleisch- und Paprikaaromen und natürlich Zwiebeln. Ein echtes Schmorragout, was dahinschmelzt, wenn Du die 1:1 Regel beherrschst.

Die Wissenschaft gibt eine Runde aus

Warum Bier-Marinade mehr ist als ein Grillklassiker
Bier und Fleisch gehören für viele untrennbar zusammen. Das gilt sowohl auf dem Grill als auch im Glas daneben. Was die wenigsten wissen: Die Kombination hat nicht nur kulinarische, sondern auch wissenschaftliche Argumente auf ihrer Seite. Forschende haben untersucht, was passiert, wenn Fleisch vor dem Grillen in Bier-Marinade eingelegt wird. Das Ergebnis: Die Marinade schützt wertvolle Fettsäuren im Fleisch vor dem Abbau durch die Hitze und liefert damit einen handfesten Grund, vor dem Grillen noch kurz zur Marinade zu greifen.

Aus der Hüfte

Immunabwehr, Ernährung und mageres Fleisch – ein Blick in die Forschung
Eisen, Zink und Vitamin B12 gehören zu den sehr wichtigen Mikronährstoffen für das Immunsystem. In magerem Rind- oder Schweinefleisch liegen sie in relevanten Mengen vor. In der Forschung wird beobachtet, dass diese Nährstoffe aus Fleisch besonders gut für den menschlichen Körper verfügbar sind. Magere Teilstücke wie die Rinderhüfte liefern zusätzlich hochwertige Proteine und essenzielle Aminosäuren, die für den Aufbau und die Aktivität von Immunzellen wichtig sind.
Illustration einer Person beim Kochen. Verschiedene Zutaten wie Fleisch, Gemüse, Gewürze und Kräuter symbolisieren die Vielfalt und Kreativität bei der Zubereitung von Speisen.

Eisendefizit und Frauengesundheit

Warum Fleisch beim Thema Eisen eine besondere Rolle spielt
Eisenmangel betrifft viele Frauen, selbst wenn sie sich bewusst ernähren und auf ihre Eisenaufnahme achten. Die Forschung zeigt seit Jahren, dass dabei nicht nur die Eisenmenge zählt, sondern auch, wie dieses Eisen im Körper verfügbar wird. Genau hier zeigt Fleisch in wissenschaftlichen Untersuchungen wiederholt eine besondere Rolle: Es schneidet beim Erhalt stabiler Eisenspeicher oft besser ab als andere Lebensmittelgruppen.

Das Tier, das keine Grenzen kennt

Warum Schweinefleisch so viele Menschen an einen Tisch bringt
Von der spanischen Tapas-Bar bis zum japanischen Ramen-Stand, vom italienischen Porchetta Festival bis zum chinesischen Neujahrsessen: Schweinefleisch ist das meistgegessene Fleisch der Welt und gleichzeitig eines der kulturell vielfältigsten. Keine andere Fleischsorte taucht so selbstverständlich in so unterschiedlichen Küchen auf. Das ist kein Zufall.
Illustration einer Person beim Essen eines Steaks mit Gemüsebeilage. Die Darstellung steht für Genuss, bewusste Ernährung und die individuelle Wahl von Lebensmitteln.

Kleiner Topf, grosse Wirkung

Fleischbrühe im Fokus der Forschung
Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Brühen vom Rind oder Schwein echte Nährstoffkraftwerke sind. Forscher:innen finden darin viele natürliche Aminosäuren wie Glutamin, Glycin, Prolin, Histidin und Arginin – Bausteine, die die wichtigste Schnittstelle zwischen Körper und Umwelt stärken: die Darmbarriere. Diese Aminosäuren unterstützen nicht nur die Regeneration der Darmschleimhaut, sie können auch Entzündungen reduzieren und helfen den Darm gesund zu halten. Kollagenreiche Bestandteile in der Brühe verstärken diesen Effekt zusätzlich.
Iss was dir schmeckt

{Freiheit und Vielfalt} auf unseren Tellern ist uns wichtig.

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